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Freistaat vergibt Ausbau der A 8 zwischen Augsburg und Günzburg an Konsortium Hochtief/Strabag

Foto: IHK-Kampagne "A 8 Ausbau jetzt"
Dienstag, 12. April 2011

Nur vier Tage nach der Entscheidung des Bayerischen Oberlandesgerichts München im Vergabestreit um den Ausbau der Autobahn A 8 hat das Innenministerium den Zuschlag für die Erweiterung zwischen Augsburg und Günzburg an das Konsortium um Hochtief und Strabag erteilt. Der Ausbau nach dem privatwirtschaftlichen Betreibermodell (PPP) soll der Mitteilung des Ministeriums zufolge spätestens im Sommer beginnen; ohne die Verzögerung durch den Rechtsstreit sollten die Arbeiten ursprünglich Anfang dieses Jahres beginnen.

„Gestern haben wir endlich den Zuschlag für den Ausbau der A 8 zwischen Augsburg und Günzburg an das Betreiberkonsortium  ‚A-Modell A 8‘ vergeben können. Spätestens ab Sommer 2011 werden die Bauarbeiten beginnen“, teilte Innenminister Joachim Herrmann am Dienstag (12.04.2011) in einer Pressemitteilung mit. Innerhalb von rund vier Jahren wird die bisher vierstreifige alte Vorkriegsautobahn ohne Standstreifen auf einer Länge von 41 Kilometern auf sechs Fahrstreifen plus Standstreifen erweitert und an die heutigen Ansprüche an eine moderne, sichere und leistungsfähige Bundesfernstraße angepasst. Die Baukosten wurden nunmehr mit rund 400 Millionen Euro angegeben.

Das siegreiche Konsortium besteht aus der Hochtief-Konzessionstochter „Hochtief PPP Solutions GmbH“ und der Strabag-SE-Tochtergesellschaft „Hermann Kirchner Projektgesellschaft mbH“. Es wird den Abschnitt zwischen Ulm und Augsburg ausbauen, finanzieren und über 30 Jahre betreiben und unterhalten. Als Gegenleistung erhält der Konzessionsnehmer Mauteinahmen für Lkw ab 12 Tonnen und eine Anschubfinanzierung in Höhe von rund 90 Millionen Euro (incl. MwSt).

Der Auftragserteilung ist ein etwa 27-monatiges Vergabeverfahren vorausgegangen. Ein bei der Auftragsvergabe unterlegener Mitbewerber, das Betreiberkonsortium „A 8 mobil“ um den Baukonzern Bilfinger und Berger, hatte gegen die Vergabeentscheidung der Autobahndirektion Südbayern Beschwerde erhoben. Das Oberlandesgericht München hatte erst am vergangenen Donnerstag die Entscheidung der Autobahndirektion Südbayern bestätigt. Näheres dazu finden Sie hier.

Quelle:
Pressemitteilung des bayerischen Staatsministeriums des Inneren, M26/11 vom 12.04.2011.


Ansprechpartner bei der IHK Schwaben:

Peter Stöferle
Geschäftsfeld Standortpolitik
Produktmanager Verkehrsinfrastruktur und -politik, Logistik
Tel.: 0821/3162-206
E-Mail: peter.stoeferle@schwaben.ihk.de

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