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News aus dem Netzwerk: 3D MEETS LOGISTICS: Andreas Schmid Logistik gründet Joint Venture mit 3D-Druck-Dienstleister voxeljet

Montag, 23. Oktober 2017

Der Logistikdienstleister Andreas Schmid Logistik und voxeljet, Hersteller für 3D-Drucksysteme aus Friedberg, gründen das Joint Venture DSCS Digital Supply Chain Solutions. Getreu dem Motto 3D MEETS LOGISTICS steht hinter DSCS ein Team von Spezialisten aus 3D-Druck und Logistik, das andere Unternehmen beim Thema 3D-Technologie berät. Zum 2. November 2017 geht Digital Supply Chain Solutions an den Start und will Produktions- und Logistik-Prozesse revolutionieren. In der Firmenzentrale der voxeljet AG fand hierzu am 23. Oktober 2017 eine exklusive Präsentation statt, die dazu einlud, das neue Dienstleistungsportfolio der Andreas Schmid Logistik AG im Umfeld einer 3D Druckerproduktion kennenzulernen.

3D MEETS LOGISTICS

Von Modellen über Werkzeuge bis hin zu Endprodukten aus Metall, Kunststoff oder Verbundwerkstoffen: Der 3D-Druck ist vielfältig einsetzbar und gilt als Technologie der Zukunft. „Bisher ist 3D-Druck noch für viele eine Blackbox“, sagte jedoch Gianluca Crestani, Vorstand Andreas Schmid Logistik AG, bei der offiziellen Vorstellung von DSCS am 23. Oktober bei voxeljet. Die Potentiale der additiven Fertigung für Produktion und Logistik werden weitgehend noch nicht ausgeschöpft. Wenige Unternehmen können diese auf eigene Faust für sich erschließen, da neben der erforderlichen Expertise gerade im Mittelstand häufig die zeitlichen Ressourcen fehlen, um sich dem Thema ausreichend zu widmen. "Die 3D-Technologie ist in der Fertigung bislang rudimentär eingeführt", unterstreicht voxeljet-Vorstand Rudolf Franz. Dabei sollten die Unternehmen laut Franz schon jetzt an additive Fertigungsverfahren denken, um den Anschluss nicht zu verpassen. Hier setzt nun das Joint Venture von Andreas Schmid Logistik und voxeljet an.

DSCS Digital Supply Chain Solutions - Der DSCS-Kunde steht im Fokus

Sowohl die Andreas Schmid Logistik AG als auch voxeljet halten je 50 Prozent an der DSCS. Spezialisten aus dem 3D- und Logistikbereich analysieren laut Crestani ab sofort die Bestände der Kunden auf ihre 3D-Tauglichkeit hin. Zudem wird geprüft, ob die additive Fertigung für den Kunden überhaupt wirtschaftlich wäre. Daraufhin werden passende Produktionsstrategien entworfen. Das Angebot reicht von der Planung bis zur Implementierung und richtet sich vor allem an produzierende Unternehmen in der Metallverarbeitung oder Kunststoffindustrie. Ziel ist es somit, die Produktionsprozesse zu optimieren und die additive Fertigung dort einzusetzen, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist. "Wir haben das Prozedere mit einigen unserer bisherigen Kunden besprochen und eine positive Resonanz bekommen", erklärt Crestani. "Wenn Unternehmen ohne unser Zutun Kontakt zu 3D-Dienstleistern aufnehmen, bekommen sie womöglich nur deren Maschinen aufgedrängt." Das sei bei DSCS nicht der Fall. Das Joint Venture fungiere als unabhängiges und neutrales Unternehmen. "Wir haben nicht den Anspruch, unendlich groß zu werden, sondern wollen eine qualitative Leistung etablieren", erklärt Crestani. Nicht die Technologie solle im Vordergrund stehen, sondern der DSCS-Kunde. So entwickelt und baut voxeljet nicht nur eigene Drucksysteme, sondern bietet diese auch für Dienstleistungen an. "Damit können Unternehmen Anfragen bearbeiten, ohne eigene Systeme besitzen zu müssen", erklärt Franz.

Potentiale von 3D in der Logistik: Logistik der Zukunft

Die additive Fertigung ist immer häufiger eine wirtschaftlichere Alternative zur herkömmlichen Produktion und kann diese schon heute deutlich optimieren. Produziert wird damit häufig ressourcenschonender, schneller und kostengünstiger, als dies mit bisherigen Prozessen möglich wäre. Zudem kann beim 3D-Druck auf die Werkzeugherstellung zum Teil ganz verzichtet werden, wodurch die Produktionsprozesse direkter werden. Da keine fixen Abnahmemengen nötig sind, kann nach Bedarf produziert werden und in dem Maße, in dem additiv und nach Bedarf produziert wird, wird weniger Einlagerungsfläche benötigt.

Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit

Andreas Schmid übernimmt die Logistikdienstleistungen für voxeljet. "Im vergangenen Jahr haben wir uns gemeinsam überlegt, wie wir unsere Ideen rund um die 3D-Technologie in ein Produkt ummünzen und unsere Expertise im Digitalbereich und in der Logistik komprimiert anbieten können", erklärt Crestani. Die räumliche Nähe der Standorte Friedberg und Gersthofen, die fachliche Kompetenz, sowie der Glaube an die gemeinsame Idee bergen vielversprechende Synergien der Joint-Venture Partner zum Nutzen ihrer Kunden. So sollen letztendlich die Stärken der additiven Produktionsprozesse zukünftig vermehrt dort zur Geltung kommen, wo die klassische Fertigung an ihre Grenzen stößt oder optimiert werden kann.

Als integrierter Logistik-Dienstleister im industriellen Umfeld verfügt die Andreas Schmid Logistik AG über 260.000 Quadratmeter Logistik-Fläche und beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen mit Sitz in Gersthofen ist strategischer Logistik-Partner für Firmen wie Airbus, Bosch, MAN, Siemens und SGL Carbon.

Die voxeljet AG mit Sitz in Friedberg hingegen ist einer der weltweit führenden Anbietern von 3D-Drucksystemen im industriellen Umfeld. voxeljet beschäftigt rund 300 Mitarbeiter an fünf Standorten und ist seit 2013 an der New York Stock Exchance börsennotiert.

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